Arbeiterkammerwahl 2019

Es geht um die Interessen der Beschäftigten.

 

Die Arbeiterkammer (AK) ist für alle arbeitenden Menschen von großer Bedeutung. Gemeinsam mit den Gewerkschaften setzt sie sich für einen funktionierenden Sozialstaat, leistbaren Wohnraum, Bildung, gerechte Steuern, eine Entlastung aller ArbeitnehmerInnen und für gerechte Pensionen ein.

 

Dein Schutz

 

Gewerkschaft und Arbeiterkammer bilden den starken Rückhalt für arbeitende Menschen in Österreich. Gemeinsam mit den BetriebsrätInnen besteht ein Schutzschild gegen drohende Übergriffe auf ArbeitnehmerInnen. Wie wichtig dieser Schutzschild in der immer rauer werdenden Arbeitswelt ist, zeigen die unzähligen Verfahren vor dem Arbeits- und Sozialgericht. Dabei werden Jahr für Jahr Millionen für die ArbeitnehmerInnen herausgeholt, die der Arbeitgeber der/dem ArbeitnehmerIn vorenthalten hat.

 

Es geht um viel

 

Alle fünf Jahre haben die AK Mitglieder die Möglichkeit, demokratisch mitzubestimmen, wie sich das ArbeitnehmerInnen-Parlament zusammensetzt. Sie wählen ihre VertreterInnen. 2019 ist es wieder so weit. Die AK Wahlen sind wichtiger denn je, denn die politische Lage ist unsicher. Die Regierung drängt die ArbeitnehmerInnen-Vertretungen in Institutionen wie Sozialversicherung, Nationalbank oder Insolvenzentgeltsicherungsfonds zurück.

 

Bestimme mit

 

In Zeiten, in denen versucht wird, die Vertretung der ArbeitnehmerInnen zu schwächen, braucht es ein klares Zeichen mit einer hohen Wahlbeteiligung. Nur eine starke AK kann sich gegenüber Politik und Wirtschaft für die Interessen der ArbeitnehmerInnen starkmachen. Es geht um jede einzelne Stimme, eine sichere Zukunft und ein gutes Leben für alle!

 

AK Wahltermine 2019

Kärnten: 4. – 13. März
Oberösterreich: 19. März – 1. April
Burgenland: 20. März – 2. April
Niederösterreich: 20. März – 2. April
Wien: 20. März – 2. April
Steiermark: 28. März – 10. April

 

Alle Infos zur AK Wahl findest du unter arbeiterkammer.at/Wahl 

Feiertag am Karfreitag gestrichen

ArbeitnehmerInnen können sich Urlaub nehmen – das ist Verhöhnung!

 

Die Regierung hat sich auf eine Regelung bezüglich des Karfreitags geeinigt. Der Feiertag, der nach einem EuGH-Urteil allen ArbeitnehmerInnen zusteht, wird gestrichen. Stattdessen soll es einen Rechtsanspruch auf einen „persönlichen Feiertag“ geben, der aber aus dem bestehenden Urlaubsanspruch bestritten werden muss, teilte die Regierung am Dienstag, 26. Februar, mit. Einen zusätzlichen Urlaubstag gibt es dafür nicht.

 

Durch Generalkollektivvertrag weiterhin frei am Karfreitag

 

„Das ist eine Verhöhnung der ArbeitnehmerInnen“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. „Zuerst wird evangelischen und altkatholischen Beschäftigten ein halber Feiertag gestrichen und jetzt sogar der ganze.“ Bisher ist der freie Karfreitag für diese Religionsgruppen auch durch den Generalkollektivvertrag geschützt. Ob und inwiefern die Regierung auch hier eingreifen will, kann angesichts des noch nicht vorliegenden Gesetzestextes aber nicht beurteilen werden. Theoretisch möglich wäre es.

 

Urlaubstag muss drei Monate vorher angekündigt werden

 

Der persönliche Urlaubstag muss drei Monate zuvor angemeldet werden, für das Jahr 2019 wird eine kürzere Frist definiert. Sollte ArbeitnehmerInnen dieser selbst gewählte „persönliche Feiertag“ aus betrieblichen Gründen nicht frei gegeben werden, so erhalten sie für diesen Tag sämtliche Vergütungen wie an jedem anderen Feiertag. Der Urlaubsanspruch bleibt bestehen

 

Feiertag aus eigenem Urlaubskontingent ist lächerlich

 

„Von einem persönlichen Feiertag innerhalb des eigenen Urlaubskontingents zu sprechen, auf den bei rechtzeitiger Anmeldung ein Rechtsanspruch bestehen soll, ist lächerlich“, so Achitz. Denn es sei schon jetzt so, dass der Arbeitgeber vor Gericht gehen müsste, wenn er einen lange beantragten Urlaubstag verhindern will. „Wichtig war der Regierung offensichtlich, dass der Wirtschaft alle Wünsche erfüllt werden“, kritisiert Achitz. „Die ArbeitnehmerInnen bekommen dafür nichts.“ Mit dem ÖGB hat aber ohnehin niemand von der Regierung gesprochen.

 

>>>  Neue Karfreitags-Regelung: Mogelpackung “persönlicher Feiertag“ – Eingriff in Kollektivverträge

Protest gegen 12-Stunden-Tag

Stunde um Stunde, Branche für Branche:
Protestiere mit uns 12 Stunden lang gegen 12-Stunden-Tag!

 

VertreterInnen aller Gewerkschaften, BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen aus allen Branchen sowie Betroffene der Auswirkungen des 12-Stunden-Tag-Gesetzes werden am Freitag, den 12. Oktober, 12 Stunden lang vor dem Haus der Industrie protestieren. „Wir bleiben dabei: Das neue Arbeitszeitgesetz ist ein schlechtes Gesetz“, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian: „Ein Diktat zugunsten der Arbeitgeber, ohne Verbesserung für ArbeitnehmerInnen.“ Die Entscheidung über die Freizeit der arbeitenden Menschen liegt in den Händen der Unternehmen. Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden vom 12-Stunden-Tag betroffen sein. Deswegen halten die Gewerkschaften den Protest weiter aufrecht.

 

Wir brauchen eure Unterstützung! 
Bitte kommt zum Haus der Industrie!
Freitag, 12. Oktober, 9 bis 21 Uhr
vor dem Haus der Industrie,
Schwarzenbergplatz 4, 1031 Wien

 

Wir gehen dorthin, wo die Besteller des 12-Stunden-Tag-Gesetzes sitzen

Betroffene protestieren 12 Stunden lang lautstark– und zwar dort, wo die Besteller des 12-Stunden-Tag-Gesetzes sitzen: vor dem Haus der Industrie. Katzian: „Die Wirtschaft muss jetzt Branche für Branche die Auswirkungen abfedern, die das Gesetz auf Einkommen, Gesundheit und Freizeit der ArbeitnehmerInnen hat! Unser Ziel: ein gutes Leben für alle!“ Bei einer Konferenz haben sich alle KV-VerhandlerInnen auf die wichtigsten Punkte geeinigt: Planbarkeit, fair bezahlte Überstunden, gesichertes Mitspracherecht für Betriebsräte, mehr Urlaub, besserer Gesundheitsschutz.

 

ÖGB fordert Verhandlungstermine über Ausgleich für 12-Stunden-Tag

In einigen Branchen laufen die KV-Verhandlungen bereits. In allen anderen Branchen haben die Gewerkschaften ihr Gegenüber auf Arbeitgeberseite aufgefordert, bis spätestens 12. Oktober Termine für eine Sonder-KV-Runde zu vereinbaren. Die ArbeitnehmerInnen können nicht warten!

+++ Live-Stream bis 21 Uhr+++
https://www.facebook.com/gewerkschaftvida

Jetzt vida-Mitglied werden und Mitglieder werben!

Je mehr Gewerkschaftsmitglieder wir sind, desto besser können wir unsere Forderungen durchsetzen. Mehr Mitglieder bedeuten also bessere Arbeitsbedingungen in der jeweiligen Branche. Der wirksamste Protest gegen das 12-Stunden-Tag-Gesetz ist also, jetzt selbst einer Gewerkschaft beizutreten und möglichst viele Mitglieder zu werben!

 

www.vida.at/mitgliedwerden

www.vida.at/mitgliedwerben

1. KV-VerhandlerInnen-Konferenz

Wir legen den Preis für das Arbeitszeitgesetz gemeinsam fest!

Mehr als 900 BetriebsrätInnen aus allen Gewerkschaften haben sich am 18. September zur ersten österreichweiten Konferenz aller KollektivvertragsverhandlerInnen in Wien getroffen. „Das neue Arbeitszeitgesetz ist ein schlechtes Gesetz. Es gefährdet die Gesundheit, die Freizeit und die Lebensqualität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ihre Freizeit wird in die Hände der Arbeitgeber gelegt. Die Mitbestimmung der Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die in tausenden Betriebsvereinbarungen quer durch alle Branchen die flexible Arbeitszeit ihrer KollegInnen fair regelt, zählt nicht mehr.

 

Mehr Infos dazu gibt’s hier

www.vida.at: 1 KV-VerhandlerInnen-Konferenz

vidaMagazin_5_2018_KVVerhandlerKonferenz

Abstimmung 12-Stunden-Tag

So haben die Abgeordneten im Parlament abgestimmt.

Am 5. Juli wurde das Arbeitzeitverlängerungsgesetz im Parlament beschlossen. Nach einer außergewöhnlich langen Diskussion mit vielen RednerInnen kam es auf Antrag der SPÖ zu einer namentlichen Abstimmung.

Wer wissen will, wie die Abgeordneten der einzelnen Fraktionen abgestimmt haben, kann hier nachschauen…

 

Abstimmungsverhalten zum Arbeitszeitverlängerungsgesetz

 

Hierkannst du außerdem die Rede von ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian im Parlament zum Antrag über die Verlängerung des Arbeiteszeitgesetzes nachsehen.

 
 

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